PA 6 G - Gusspolyamid

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PA 6

PA 6(Polyamid) ist ein thermoplastischer Kunststoff. Polyamide können durch die Anzahl der in ihren Polymerketten enthaltenen Anzahl von polaren Amidgruppen unterteilen. Polyamide können durch Diffusion Feuchtigkeit aufmehmen (z. B. Luftfeuchtigkeit). Das bewirkt eine höhere Flexibilität und Zähigkeit und vermidert die Härte und Festigkeit. Polyamid is schlagzäh und abriebfest, aber auch schwingungsdämpfend und hat gute Gleiteigenschaften.

Polyamid 6(Kurzform: PA 6) ist sehr kälte- und wärmebeständig.


Eigenschaften:

  • äußerst zäh
  • isoliert elektrisch
  • gute Zerpsanbarkeit
  • beständig gegen viele Öle und Kraftstoffe
  • hohe Festigkeit
  • gut schweißbar
  • verschleißfest
  • gut Gleit- und Reibeigenschaften


Polyamide (kurz: PA)sind Polymere, bei denen die Amidgruppe das sich wiederholende, wesentliche Merkmal ist. Diese Amidgruppe ist der Punkt der Kondensation der Carbonsäure und des Amins. Die Bindungsform, die so entsteht wird Amidbindung genannt. Sie ist durch Hydrolyse erneut spaltbar.

Polyamide werden normalerweise synthetische, technisch zu benutzende thermoplastische Kunststoffe genannt und so ist diese Stoffklasse von den chemisch verwandten Proteinen zu unterscheiden. Die meisten wichtigen Polyamide können von den primären Aminen abgeleitet werden, was bedeutet, dass in ihren sich wiederholenden Einheiten die funktionelle Gruppe -CO-NH- vorkommt. Daneben gibt es auch Polyamide von sekundären Aminen (-CO-NR-, R = organischer Rest).Für Monomere bei den Polyamiden werden insbesondere Aminocarbonsäuren, Lactame und/oder Diamine und Dicarbonsäuren verwendet.

Die meisten für die Technik wichtigen Polyamide sind teilkristalline thermoplastische Polymere, die sich durch eine hohe Festigkeit, Steifheit und Zäheit auszeichnen. Sie haben eine gute Beständigkeit gegenüber Chemikalien und können auch gut verarbeitet werden. Etliche Eigenschaften der Polyamide werden meist durch die Amidgruppen bestimmt, die über Wasserstoffbrückenbindungen untereinander wechselwirken.

Genaue Werte für die Eigenschaften der Polyamide werden auch vom kristallinem Gefüge bestimmt und ganz besonders von deren Wassergehalt. Polyamide reagieren auf die Feuchtigkeit der Umgebung mit reversibler Aufnahme von Wasser oder deren Abgabe. Das Wasser wird dabei in die amorphen Bereiche des Polyamids eingelagert. Die Wasseraufnahme hängt dabei ganz wesentlich von der Konzentration der Amidgruppen ab.

Konditionierung

Unter der Konditionierung wird in der Kunststofftechnik das Lagern bis zum Gewichtsausgleich (der Gewichtskonstanz) durch Wasseraufnahme bei Normklima (23°C und 50 % Luftfeuchtigkeit) verstanden. Der Vorgang des Konditionierens ist reversibel.

Dieser Prozess hat besonders bei Polyamid eine technische Bedeutung. Das Material, das im Trockenen noch Sprödigkeit aufweist, wird erst durch die Wasseraufnahme (Konditionierung) von bis zu 3,5 % schlagzähig. Festigkeit und Steifheit verringern sich jedoch unter Feuchteeinfluss und die Bruchdehnung nimmt zu. Dies sollte bei der Konstruktion mitbedacht werden. Durch die Aufnahme von Wasser erfolgt eine wesentliche Verschiebung der Glasübergangstemperatur hin zu tieferen Werten. Darum müssen Datenblätter von Polyamid immer Hinweise zum Feuchtegehalt enthalten.

Mechanismus

Durch Pprozesse der Diffusion findet die Wasseraufnahme statt. Erleichtert wird es dank der Wasserstoffbrückenbindungen. Diese Einlagerung geschieht meist in den nicht so dicht gepackten, amorphen Bereichen. Der Feuchteausgleich (Wasseraufnahme bzw. Wasserabgabe) kann bei 2-3 mm Wandstärke schon einige Monate dauern. Wird die Umgebungstemperatur erhöht, beschleunigt sich die Konditionierung.